Pflegezentrum Lindenfeld: Rollenwechsel richtig begleitet – vom Studi zur dipl. Pflegefachfrau/-mann HF

27 Aug., 2026

Wer ausbildet, übernimmt Verantwortung. Das Pflegezentrum Lindenfeld in Suhr bildet auf allen Stufen angehende Pflegefachkräfte aus. Ziel ist es, dass diese nach der Ausbildung möglichst im Pflegezentrum verbleiben. Mit einem klug ausgearbeiteten Mentoring soll der Rollenwechsel zukünftig besser gelingen.

Beide Seiten haben ihre Verantwortlichkeiten wahrzunehmen.

Wer im Lindenfeld sein Studium auf Stufe HF absolviert hat, wird im Anschluss in einem halbjährigen Mentoring sorgsam, kompetent und professionell begleitet. Interne Erhebungen haben zuvor gezeigt, dass der Rollenwechsel von der Studierenden bzw. vom Studierenden zur dipl. HF-Pflege-fachperson nicht immer einfach ist. Aus dieser Erkenntnis wurde von zwei Blickpunkten (Institution und Individuum) ein Mentoring-Programm etabliert. Seitens Institution wird auf fünf Ebenen sichergestellt, dass die ehemalige Studierende bzw. der ehemalige Studierende gut in der neuen Rolle ankommt:

1. Bewusstes und organisiertes Onboarding beim Rollenwechsel: Auch wenn die Absolventin bzw. der Absolvent die Arbeitsabläufe und Prozesse des Lindenfelds kennt, darf nicht davon ausgegangen werden, dass sie/er ohne Weiteres nach Ausbildungsende in den Alltag zurückkehrt.

2. Mentoring durch die verantwortliche Wohnbereichsleitung: Über die Dauer von einem halben Jahr organsiert die Wohnbereichsleitung alle zwei Wochen ein Treffen, in welchem bewusst das Thema Rollenfindung besprochen wird.

3. Mentoring durch die Fachführung des betroffenen Wohnbereichs: Die zuständige Fachführung organisiert über den Zeitraum eines halben Jahres den Themenschwerpunkt Herausforderungen im Alltag.  

4. Mentoring durch die Bildung: Die Bildungsverantwortliche organisiert und leitet zweimal halbjährlich (max. 2h pro Treffen) in regelmässigen Abständen ein Austauschtreffen aller neu ausgebildeten Pflegefachfrauen bzw. -männer. Hier werden Herausforderungen vom Theorie- zum Praxistransfer anhand unterschiedlicher Modelle und Methoden gemeinsam besprochen.

5. Mentoring durch die Leiterin Pflege und Betreuung: Zu Beginn und in der Halbzeit des Perspektivenjahres bespricht die PDL die Weiterentwicklungsmöglichkeiten sowie eine mögliche Laufbahn im Lindenfeld.  

All diese fünf Mentoring-Massnahmen können jedoch nur erfolgreich sein, wenn die «neue» Fachperson ebenso engagiert, vorbereitet und mit der nötigen Offenheit zu den Austauschtreffen mit den berufserfahrenen Fachpersonen kommt. Es steht das Gemeinsame im Vordergrund, um ein gutes Miteinander und einen erfolgreichen Karriereschritt zu meistern.

Im Frühjahr 2026 hat eine Evaluation des Mentoring-Programms ergeben, dass dieses bei den Mentees sehr gut ankommt und deshalb weitergeführt wird.